H-Kennzeichen Kosten 2026: Preise, Vorteile & Spartipps

Die Kosten für ein H-Kennzeichen in Deutschland setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen und bewegen sich 2026 zwischen 200 und 800 Euro. Die wichtigsten Kostenfaktoren sind das Oldtimer-Gutachten (80-250 Euro), die Zulassungsgebühren (30-65 Euro), die Kennzeichenprägung (25-35 Euro) sowie die laufenden Kosten für Versicherung und Steuern. Im Vergleich zu regulären Kennzeichen bietet das H-Kennzeichen erhebliche Steuervorteile mit einem Pauschalbetrag von 191,73 Euro für PKW und 102 Euro für Motorräder jährlich.

Einmalige Kosten für die H-Kennzeichen-Zulassung

Die einmaligen Kosten für ein H-Kennzeichen entstehen bei der Erstzulassung als Oldtimer und variieren je nach Prüforganisation und Region. Bei der Anmeldung müssen Sie mit Gesamtkosten zwischen 200 und 500 Euro rechnen. Der größte Kostenblock ist dabei das Oldtimer-Gutachten nach Paragraf 23 StVZO, das die Voraussetzung für die Zulassung darstellt. Dieses Gutachten bescheinigt, dass das Fahrzeug mindestens 30 Jahre alt ist, sich weitgehend im Originalzustand befindet und zur Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes dient.

Die Zulassungsstelle berechnet für die Ummeldung auf ein H-Kennzeichen zwischen 30 und 65 Euro, abhängig von der jeweiligen Kommune. Hinzu kommen die Kosten für die Kennzeichenprägung, die in Deutschland zwischen 25 und 35 Euro liegen. Wer sein Fahrzeug erstmals als Oldtimer zulässt, muss zusätzlich die reguläre Hauptuntersuchung beim TÜV einkalkulieren, die je nach Fahrzeugtyp zwischen 90 und 150 Euro kostet. Diese Investition lohnt sich jedoch durch die langfristigen Steuer- und Versicherungsvorteile.

Was kostet das H-Kennzeichen Gutachten bei TÜV und DEKRA

Das Oldtimer-Gutachten ist die zentrale Voraussetzung für die H-Kennzeichen-Zulassung und wird von anerkannten Prüforganisationen wie TÜV, DEKRA, GTÜ oder KÜS durchgeführt. Die Kosten variieren 2026 erheblich zwischen den verschiedenen Anbietern und Regionen.

TÜV-Kosten für das H-Kennzeichen Gutachten

Beim TÜV liegen die Preise für ein H-Kennzeichen-Gutachten zwischen 100 und 250 Euro, abhängig von der regionalen TÜV-Gesellschaft und dem Fahrzeugtyp. Ein Standard-PKW-Gutachten kostet im Durchschnitt 150 Euro, während Motorräder meist günstiger mit etwa 100-120 Euro bewertet werden. Für komplexere Fahrzeuge wie Nutzfahrzeuge oder Spezialfahrzeuge können die Gutachten-Kosten bis zu 300 Euro betragen. Der TÜV Süd verlangt 2026 beispielsweise 165 Euro für ein PKW-Gutachten, während der TÜV Nord bei etwa 145 Euro liegt.

Das TÜV-Gutachten umfasst eine gründliche Prüfung des Fahrzeugzustands, der Originalität und des historischen Wertes. Der Prüfer dokumentiert Restaurierungsarbeiten, den Zustand der Lackierung, technische Modifikationen und die Übereinstimmung mit den Herstellervorgaben. Die Begutachtung dauert in der Regel 60-90 Minuten und sollte im Voraus terminiert werden, da spezialisierte Gutachter nicht an allen Standorten verfügbar sind.

DEKRA H-Kennzeichen Gutachten Kosten

Die DEKRA positioniert sich preislich ähnlich wie der TÜV, mit Gutachtenkosten zwischen 80 und 240 Euro für Standard-Oldtimer. Besonders attraktiv sind die DEKRA-Angebote in ländlichen Regionen, wo teilweise Aktionspreise ab 80 Euro für einfache Motorrad-Gutachten angeboten werden. Für PKW liegt der Durchschnittspreis bei 160 Euro. Die DEKRA-Gutachten sind bundesweit anerkannt und bieten den gleichen Umfang wie TÜV-Gutachten.

Ein Vorteil der DEKRA ist die oft kürzere Wartezeit auf Termine, besonders in Ballungsräumen. Einige DEKRA-Niederlassungen bieten auch Paketpreise an, die Gutachten und Hauptuntersuchung kombinieren, wodurch sich Gesamtkosten von 50-80 Euro einsparen lassen. Bei beiden Prüforganisationen sollten Sie beachten, dass bei Nichtbestehen des Gutachtens die Kosten trotzdem anfallen und eine erneute Begutachtung nach Nachbesserungen zusätzlich berechnet wird.

Laufende jährliche Kosten mit H-Kennzeichen

Nach der erfolgreichen Zulassung profitieren H-Kennzeichen-Besitzer von deutlich reduzierten laufenden Kosten im Vergleich zu regulär zugelassenen Fahrzeugen. Die jährlichen Ausgaben setzen sich hauptsächlich aus Kfz-Steuer, Versicherung und der alle zwei Jahre fälligen Hauptuntersuchung zusammen.

Kfz-Steuer beim H-Kennzeichen

Die Kfz-Steuer für Oldtimer mit H-Kennzeichen ist als Pauschalbetrag festgelegt und beträgt 2026 unverändert 191,73 Euro pro Jahr für PKW und 46,02 Euro für Motorräder. Dieser Pauschalbetrag gilt unabhängig von Hubraum, Schadstoffklasse oder CO2-Ausstoß. Bei großvolumigen Fahrzeugen kann dies eine enorme Ersparnis bedeuten: Ein Mercedes 300 SEL 6.3 mit 6,3 Litern Hubraum würde regulär über 1.200 Euro Kfz-Steuer pro Jahr kosten, während er mit H-Kennzeichen nur die pauschalen 191,73 Euro zahlt.

Für Nutzfahrzeuge und LKW beträgt die pauschale Kfz-Steuer 102 Euro jährlich. Diese Regelung macht besonders historische Wohnmobile und Transporter attraktiv für die H-Zulassung. Die Steuerersparnis ist einer der Hauptgründe, warum sich das H-Kennzeichen finanziell lohnt. Über einen Zeitraum von 10 Jahren summiert sich die Ersparnis bei einem großen V8-Motor schnell auf über 10.000 Euro im Vergleich zur regulären Besteuerung.

H-Kennzeichen Versicherung Kosten 2026

Die Oldtimer-Versicherung für Fahrzeuge mit H-Kennzeichen ist deutlich günstiger als reguläre Kfz-Versicherungen. Versicherer kalkulieren mit geringeren Risiken, da Oldtimer meist schonend bewegt werden, nur selten im Alltagsverkehr unterwegs sind und Besitzer in der Regel erfahrene Fahrer sind. Eine Haftpflichtversicherung kostet 2026 zwischen 80 und 200 Euro jährlich, eine Vollkaskoversicherung zwischen 200 und 600 Euro abhängig vom vereinbarten Wert.

Spezialisierte Oldtimer-Versicherer wie die DEVK Classic, Allianz Oldtimer oder AXA Classic bieten Tarife ab 85 Euro für die Haftpflicht an. Entscheidend für die Prämienhöhe sind das vereinbarte Gutachten zum Fahrzeugwert, die jährliche Fahrleistung (meist begrenzt auf 5.000-10.000 km), Garage oder Carport als Stellplatz und das Alter des Fahrers. Viele Versicherer gewähren Rabatte ab 25 Jahren Fahrerfahrung. Die Versicherungskosten liegen damit 50-70% unter denen vergleichbarer moderner Fahrzeuge, was über die Jahre eine erhebliche Ersparnis darstellt.

TÜV-Kosten für H-Kennzeichen Fahrzeuge

Fahrzeuge mit H-Kennzeichen müssen wie alle zugelassenen Fahrzeuge zur regelmäßigen Hauptuntersuchung, allerdings erst nach zwei Jahren statt jährlich. Die Kosten für die HU beim TÜV oder DEKRA liegen 2026 zwischen 90 und 130 Euro für PKW und 55-75 Euro für Motorräder. Die Abgasuntersuchung entfällt bei Fahrzeugen mit Erstzulassung vor dem 1. Januar 1989 komplett, was zusätzlich 30-50 Euro spart.

Besonders vorteilhaft ist der zweijährige HU-Rhythmus, während moderne Fahrzeuge über drei Jahre alt jährlich zur Untersuchung müssen. Über einen Zeitraum von 10 Jahren sparen H-Kennzeichen-Besitzer dadurch eine komplette Hauptuntersuchung im Wert von etwa 120 Euro. Allerdings sind die Anforderungen an den Erhaltungszustand streng: Weist das Fahrzeug erhebliche Mängel auf, kann die Abnahme verweigert und im Extremfall die H-Zulassung entzogen werden.

Wann lohnt sich ein H-Kennzeichen finanziell

Die finanzielle Attraktivität eines H-Kennzeichens hängt stark vom individuellen Fahrzeug und der Nutzung ab. Grundsätzlich lohnt sich die H-Zulassung besonders bei Fahrzeugen mit großem Hubraum, hohem CO2-Ausstoß oder niedriger Schadstoffklasse, da hier die reguläre Kfz-Steuer besonders hoch ausfällt. Ein Porsche 911 SC mit 3,0 Litern Hubraum aus dem Jahr 1980 würde regulär etwa 480 Euro Kfz-Steuer kosten, mit H-Kennzeichen nur 191,73 Euro – eine jährliche Ersparnis von 288 Euro.

Rechnet man die einmaligen Kosten von circa 350 Euro für Gutachten und Zulassung gegen die jährliche Steuerersparnis, amortisiert sich das H-Kennzeichen bei diesem Beispiel bereits nach 14 Monaten. Hinzu kommen die deutlich niedrigeren Versicherungsprämien, die zusätzlich 100-400 Euro pro Jahr einsparen können. Bei kleineren Fahrzeugen mit geringem Hubraum wie einem VW Käfer 1200 oder einem Fiat 500 fällt die Ersparnis geringer aus, da auch die reguläre Steuer nur bei etwa 100-150 Euro liegt. Hier ist der finanzielle Vorteil hauptsächlich bei der Versicherung zu finden.

Wichtig ist auch die Betrachtung weiterer Vorteile: In vielen deutschen Städten dürfen Fahrzeuge mit H-Kennzeichen auch ohne grüne Plakette in Umweltzonen fahren, was bei älteren Fahrzeugen sonst unmöglich wäre. Der Wertverlust historischer Fahrzeuge ist zudem deutlich geringer als bei Gebrauchtwagen, viele Oldtimer steigen sogar im Wert. Die Kombination aus Steuerersparnis, günstigerer Versicherung, geringerem Wertverlust und den Umweltzonen-Privilegien macht das H-Kennzeichen für die meisten Oldtimerbesitzer zu einer lohnenden Investition.

Vorteile und Nachteile des H-Kennzeichens im Überblick

Das H-Kennzeichen bietet zahlreiche Vorteile, bringt aber auch einige Einschränkungen mit sich, die potenzielle Interessenten kennen sollten. Die Entscheidung für oder gegen ein historisches Kennzeichen sollte daher wohlüberlegt sein und die individuelle Nutzung berücksichtigen.

Die wichtigsten Vorteile des H-Kennzeichens

Der größte Vorteil des H-Kennzeichens ist die pauschale Kfz-Steuer von 191,73 Euro für PKW, unabhängig von Hubraum und Schadstoffklasse. Besonders bei großvolumigen Fahrzeugen bedeutet dies eine Ersparnis von mehreren hundert Euro jährlich. Auch die Versicherungsprämien fallen 50-70% günstiger aus als bei regulär zugelassenen Fahrzeugen, da Versicherer das niedrigere Risiko durch schonende Nutzung und erfahrene Fahrer honorieren.

Ein weiterer entscheidender Vorteil ist die Befreiung von Umweltzonen-Beschränkungen. Fahrzeuge mit H-Kennzeichen dürfen auch ohne grüne Plakette in alle deutschen Umweltzonen einfahren, was die Nutzung in Innenstädten erheblich erleichtert. Zudem wertet das H-Kennzeichen das Fahrzeug auf: Es ist ein offizielles Qualitätssiegel, das den historischen Wert und den gepflegten Zustand bestätigt. Dies kann beim späteren Verkauf den Wiederverkaufswert um 10-20% steigern. Die Hauptuntersuchung muss nur alle zwei Jahre statt jährlich durchgeführt werden, und die Abgasuntersuchung entfällt bei Fahrzeugen vor Baujahr 1989 komplett.

Nachteile und Einschränkungen beim H-Kennzeichen

Der größte Nachteil des H-Kennzeichens ist die strikte Anforderung an den Originalzustand des Fahrzeugs. Umbauten, Tuning oder moderne Modifikationen wie Alufelgen, Sportauspuffanlagen oder Tieferlegungen können zur Verweigerung oder zum Entzug der H-Zulassung führen. Das Fahrzeug muss weitgehend dem Originalzustand entsprechen, was Restaurierungen teuer machen kann und Individualisierungen ausschließt.

Ein weiterer Nachteil ist die eingeschränkte Nutzung in der Praxis. Viele Versicherer limitieren die jährliche Fahrleistung auf 5.000 bis 10.000 Kilometer und setzen voraus, dass ein Alltagsfahrzeug vorhanden ist. Das H-Kennzeichen-Fahrzeug darf also nicht als primäres Fortbewegungsmittel dienen. Zudem verlangen die meisten Versicherer einen geschlossenen Stellplatz wie Garage oder Carport, was zusätzliche Kosten verursachen kann. Die Hauptuntersuchung ist bei H-Fahrzeugen besonders streng: Schon kleinere Rostschäden oder nicht originalgetreue Teile können zum Durchfallen führen. Die initiale Investition von 200-500 Euro für Gutachten und Zulassung muss ebenfalls berücksichtigt werden, ebenso wie der Aufwand für die Oldtimer-Begutachtung.

Alternativen zum H-Kennzeichen für Oldtimer

Nicht für jeden Oldtimer-Besitzer ist das H-Kennzeichen die beste Lösung. Je nach Nutzungsprofil und Fahrzeugzustand können alternative Zulassungsformen wirtschaftlicher oder praktischer sein. Deutschland bietet mehrere Optionen für die Zulassung historischer Fahrzeuge.

Das Saisonkennzeichen für Oldtimer

Das Saisonkennzeichen ist eine attraktive Alternative für Oldtimer-Besitzer, die ihr Fahrzeug nur in den Sommermonaten nutzen möchten. Es kann für einen Zeitraum von zwei bis elf Monaten im Jahr zugelassen werden, typischerweise von April bis Oktober. In dieser Zeit fallen reguläre Steuern und Versicherungsbeiträge an, außerhalb des Zulassungszeitraums sind beide Kosten komplett eingespart. Die Versicherungskosten betragen nur anteilig für die genutzten Monate, was bei einer 7-monatigen Zulassung etwa 60% der Jahresprämie entspricht.

Die Kombination aus Saisonkennzeichen und H-Status ist seit 2007 erlaubt und besonders wirtschaftlich: Sie profitieren von der pauschalen Oldtimer-Steuer von 191,73 Euro jährlich, zahlen diese aber nur anteilig für die Zulassungsmonate. Bei einer 6-monatigen Zulassung entstehen nur 95,87 Euro Steuerkosten statt der vollen Pauschale. Allerdings müssen die Kosten für das Oldtimer-Gutachten zusätzlich zur Saisonkennzeichen-Gebühr (etwa 35 Euro) eingeplant werden. Diese Variante lohnt sich besonders für Cabrios und Motorräder, die ohnehin nur bei schönem Wetter gefahren werden.

Das rote 07-Kennzeichen für Sammler

Das rote 07-Kennzeichen ist eine Wechselkennzeichen-Lösung für Sammler, die mehrere historische Fahrzeuge besitzen. Mit einem einzigen 07-Kennzeichen können beliebig viele Oldtimer ab 30 Jahren bewegt werden, allerdings nur zu bestimmten Zwecken: Probefahrten, Überführungsfahrten, Fahrten zu Oldtimertreffen, Werkstattfahrten und Fahrten zur Hauptuntersuchung. Der private Alltagsgebrauch ist ausdrücklich verboten.

Die Kosten für ein 07-Kennzeichen sind vergleichsweise günstig: Die pauschale Kfz-Steuer beträgt 191,73 Euro pro Jahr für PKW unabhängig davon, wie viele Fahrzeuge damit bewegt werden. Die Versicherung kostet etwa 150-300 Euro jährlich und deckt alle zugelassenen Fahrzeuge ab. Voraussetzung ist ein Fahrtenbuch, in dem jede Fahrt mit Datum, Uhrzeit, Kilometerstand und Zweck dokumentiert werden muss. Kontrollen durch Polizei oder Ordnungsamt sind häufig, bei Verstößen gegen die Nutzungsbeschränkungen drohen hohe Bußgelder. Das 07-Kennzeichen lohnt sich ab etwa drei Oldtimern, da dann die Gesamtkosten unter denen von drei H-Zulassungen liegen. Für Sammler mit fünf oder mehr Fahrzeugen ist es die wirtschaftlichste Lösung, erfordert aber Disziplin bei der Dokumentation.

Voraussetzungen für die H-Kennzeichen Zulassung 2026

Um ein H-Kennzeichen zu erhalten, müssen Fahrzeuge mehrere strenge Kriterien erfüllen, die in Paragraf 23 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) festgelegt sind. Die wichtigste Voraussetzung ist ein Mindestalter von 30 Jahren, gerechnet ab der Erstzulassung. Ein Fahrzeug, das im März 1994 erstmals zugelassen wurde, kann ab März 2024 ein H-Kennzeichen beantragen.

Das Fahrzeug muss sich in einem weitgehend originalen und erhaltenswerten Zustand befinden. Dies bedeutet, dass Motor, Fahrwerk, Karosserie und Ausstattung den Herstellerspezifikationen entsprechen müssen. Originalgetreue Restaurierungen sind erlaubt und werden sogar geschätzt, allerdings müssen dabei zeitgenössische Teile und Methoden verwendet werden. Moderne Umbauten wie LED-Scheinwerfer, Alufelgen neueren Datums oder elektronische Einspritzsysteme führen in der Regel zur Ablehnung des Gutachtens. Die Ausnahme bilden Sicherheitsrelevante Nachrüstungen wie Sicherheitsgurte, die auch bei älteren Fahrzeugen akzeptiert werden.

Ein technisch einwandfreier Zustand ist ebenfalls erforderlich. Das Fahrzeug muss die Hauptuntersuchung ohne erhebliche Mängel bestehen und verkehrssicher sein. Rost an tragenden Teilen, defekte Bremsen oder nicht funktionierende Beleuchtung schließen die H-Zulassung aus. Der Gutachter prüft zudem, ob das Fahrzeug der Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes dient – extrem seltene oder historisch bedeutsame Modelle haben hier Vorteile. Die Kosten für die Begutachtung fallen unabhängig vom Ergebnis an, weshalb eine gründliche Vorbereitung wichtig ist.

Kann man mit H-Kennzeichen täglich fahren

Rechtlich ist es erlaubt, mit einem H-Kennzeichen täglich zu fahren – es gibt keine gesetzliche Kilometerbegrenzung oder Nutzungsbeschränkung. Das Fahrzeug ist vollwertig zugelassen und kann theoretisch wie jedes andere Fahrzeug im Straßenverkehr bewegt werden. In der Praxis limitieren jedoch die meisten Oldtimer-Versicherer die jährliche Fahrleistung vertraglich auf 5.000 bis 10.000 Kilometer. Diese Begrenzung ist die Grundlage für die günstigen Versicherungsprämien, da Versicherer von einer Schönwetter- und Hobbynutzung ausgehen.

Viele Versicherer setzen zudem voraus, dass der Halter über ein weiteres Fahrzeug für den Alltagsgebrauch verfügt. Bei Schadensfällen kann die Versicherung die Leistung verweigern, wenn sich herausstellt, dass das H-Kennzeichen-Fahrzeug regelmäßig für Pendelfahrten oder als Ersatz für ein fehlendes Alltagsauto genutzt wurde. Es ist daher wichtig, die Versicherungsbedingungen genau zu prüfen. Einige Spezialversicherer bieten auch Tarife ohne Kilometerbegrenzung an, allerdings zu deutlich höheren Prämien von 400-800 Euro jährlich statt der üblichen 150-250 Euro.

Aus praktischer Sicht ist die tägliche Nutzung eines Oldtimers auch nicht empfehlenswert: Der Verschleiß steigt erheblich, Ersatzteile sind oft teuer und schwer zu beschaffen, und der Komfort sowie die Sicherheit entsprechen nicht modernen Standards. Wer sein historisches Fahrzeug erhalten möchte, sollte es schonend bewegen und für den Alltag auf ein modernes Fahrzeug setzen. Das H-Kennzeichen ist primär für Liebhaber gedacht, die ihr Kulturgut pflegen und bei besonderen Anlässen präsentieren möchten.

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Was Sie über was kostet ein h kennzeichen wissen müssen

Welche Nachteile hat das H-Kennzeichen?

Die Hauptnachteile des H-Kennzeichens sind die strengen Anforderungen an den Originalzustand, wodurch Umbauten und Tuning ausgeschlossen sind. Die meisten Versicherer limitieren die Jahresfahrleistung auf 5.000-10.000 km und setzen ein Alltagsfahrzeug voraus. Zudem ist ein geschlossener Stellplatz erforderlich, die Hauptuntersuchung ist besonders streng, und die initialen Kosten von 200-500 Euro für Gutachten und Zulassung müssen eingeplant werden. Bei nicht originalgetreuem Zustand kann die H-Zulassung verweigert oder später entzogen werden.

Was kostet eine H-Abnahme beim TÜV?

Die H-Abnahme beim TÜV kostet 2026 zwischen 100 und 250 Euro, abhängig von der regionalen TÜV-Gesellschaft und dem Fahrzeugtyp. Ein Standard-PKW-Gutachten liegt durchschnittlich bei 150 Euro, Motorräder bei 100-120 Euro. Komplexere Fahrzeuge wie Nutzfahrzeuge können bis zu 300 Euro kosten. Hinzu kommen die reguläre Hauptuntersuchung mit 90-130 Euro für PKW und die Zulassungsgebühren von 30-65 Euro sowie die Kennzeichenprägung mit 25-35 Euro. Insgesamt sollten 200-500 Euro für die komplette H-Zulassung eingeplant werden.

Ist ein H-Kennzeichen günstiger in der Versicherung?

Ja, die Versicherung für H-Kennzeichen-Fahrzeuge ist deutlich günstiger als reguläre Kfz-Versicherungen. Eine Haftpflichtversicherung kostet 2026 zwischen 80 und 200 Euro jährlich, eine Vollkaskoversicherung zwischen 200 und 600 Euro. Dies entspricht einer Ersparnis von 50-70% gegenüber vergleichbaren modernen Fahrzeugen. Versicherer kalkulieren mit niedrigeren Risiken durch schonende Nutzung, begrenzte Fahrleistung und erfahrene Fahrer. Spezialisierte Oldtimer-Versicherer bieten Tarife ab 85 Euro für die Haftpflicht an, wobei der vereinbarte Fahrzeugwert, die Jahreskilometer und der Stellplatz die Prämienhöhe beeinflussen.

Wie oft muss ein H-Kennzeichen zum TÜV?

Fahrzeuge mit H-Kennzeichen müssen alle zwei Jahre zur Hauptuntersuchung, im Gegensatz zu regulär zugelassenen Fahrzeugen über drei Jahren, die jährlich zur HU müssen. Die Abgasuntersuchung entfällt komplett bei Fahrzeugen mit Erstzulassung vor dem 1. Januar 1989, was zusätzlich 30-50 Euro spart. Die HU-Kosten liegen bei 90-130 Euro für PKW und 55-75 Euro für Motorräder. Allerdings sind die Anforderungen streng: Erhebliche Mängel, Rostschäden an tragenden Teilen oder nicht originalgetreue Modifikationen können zur Verweigerung der Plakette und im Extremfall zum Entzug der H-Zulassung führen.

Ab wann kann man ein H-Kennzeichen beantragen?

Ein H-Kennzeichen kann beantragt werden, sobald das Fahrzeug mindestens 30 Jahre alt ist, gerechnet ab der Erstzulassung. Ein im März 1994 erstmals zugelassenes Fahrzeug qualifiziert sich ab März 2024 für die H-Zulassung. Wichtig ist das Datum der Erstzulassung, nicht das Baujahr. Zusätzlich zum Mindestalter muss das Fahrzeug sich in weitgehend originalem Zustand befinden, technisch einwandfrei sein und der Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes dienen. Diese Kriterien werden durch ein Oldtimer-Gutachten nach Paragraf 23 StVZO geprüft, das bei TÜV, DEKRA oder anderen anerkannten Prüforganisationen für 100-250 Euro erstellt wird.

Lohnt sich ein H-Kennzeichen bei kleinen Autos?

Bei kleineren Fahrzeugen mit geringem Hubraum wie VW Käfer 1200 oder Fiat 500 fällt die steuerliche Ersparnis geringer aus, da auch die reguläre Kfz-Steuer nur bei 100-150 Euro jährlich liegt. Die Steuerersparnis beträgt dann nur 50-100 Euro pro Jahr, wodurch sich die initialen Kosten von 200-500 Euro erst nach 3-5 Jahren amortisieren. Der Hauptvorteil liegt hier bei der günstigeren Versicherung (100-200 Euro Ersparnis jährlich) und der Befreiung von Umweltzonen-Beschränkungen. Für kleine Oldtimer lohnt sich das H-Kennzeichen besonders, wenn man in einer Umweltzone wohnt oder das Fahrzeug regelmäßig nutzt, sodass die Versicherungsersparnis zum Tragen kommt.

Kostenfaktor Betrag 2026 Einmalig/Jährlich
Oldtimer-Gutachten TÜV/DEKRA 100-250 Euro (PKW), 80-120 Euro (Motorrad) Einmalig
Zulassungsgebühren 30-65 Euro Einmalig
Kennzeichenprägung 25-35 Euro Einmalig
Kfz-Steuer PKW 191,73 Euro (Pauschale) Jährlich
Kfz-Steuer Motorrad 46,02 Euro (Pauschale) Jährlich
Haftpflichtversicherung 80-200 Euro Jährlich
Vollkaskoversicherung 200-600 Euro Jährlich
Hauptuntersuchung 90-130 Euro (PKW), 55-75 Euro (Motorrad) Alle 2 Jahre
Gesamtkosten erste Zulassung 200-500 Euro Einmalig
Laufende Kosten pro Jahr (PKW) 330-450 Euro (mit Haftpflicht) Jährlich

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