Saisonkennzeichen: Kosten, Dauer & Vorteile 2026

Ein Saisonkennzeichen ist ein spezielles Kfz-Kennzeichen in Deutschland, das die Nutzung eines Fahrzeugs auf einen bestimmten Zeitraum im Jahr beschränkt. Die Saison kann zwischen zwei und elf Monaten betragen. Außerhalb dieses Zeitraums darf das Fahrzeug nicht im öffentlichen Verkehrsraum bewegt oder abgestellt werden. Besonders beliebt ist das Saisonkennzeichen für Motorräder, Wohnmobile, Cabrios und Oldtimer. Der große Vorteil: Sie zahlen Versicherung und Kfz-Steuer nur für die Monate der tatsächlichen Nutzung.

Wie funktioniert ein Saisonkennzeichen

Das Saisonkennzeichen unterscheidet sich optisch vom regulären Kennzeichen durch einen speziellen Zusatz am rechten Rand. Dort sind zwei Zahlen untereinander angeordnet, die den Beginn und das Ende der Saison angeben. Die obere Zahl bezeichnet den Anfangsmonat, die untere den Endmonat der zugelassenen Nutzungszeit. Ein Kennzeichen mit der Aufschrift 04-10 bedeutet beispielsweise, dass das Fahrzeug vom 1. April bis 31. Oktober genutzt werden darf.

Die Zulassung mit einem Saisonkennzeichen erfolgt bei der zuständigen Zulassungsstelle. Sie benötigen die üblichen Dokumente: Personalausweis, Fahrzeugschein, Fahrzeugbrief, eVB-Nummer der Versicherung, SEPA-Lastschriftmandat für die Kfz-Steuer und bei Gebrauchtfahrzeugen die gültige HU-Bescheinigung. Die Beantragung ist auch online über viele Zulassungsstellen in Deutschland möglich, was den Prozess seit 2026 deutlich beschleunigt hat.

Wichtig zu wissen: Das Fahrzeug ist bereits am ersten Tag des Saison-Beginns ab 0:00 Uhr zugelassen und die Zulassung endet automatisch am letzten Tag der Saison um 24:00 Uhr. Eine gesonderte Abmeldung ist nicht erforderlich. Im Folgejahr aktiviert sich die Zulassung automatisch wieder, solange Versicherungsschutz besteht und die Kfz-Steuer bezahlt wird.

Kosten eines Saisonkennzeichens im Detail

Die Kosten für ein Saisonkennzeichen setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen. Bei der Erstzulassung fallen Gebühren für die Zulassungsstelle von etwa 30 bis 50 Euro an, abhängig von der jeweiligen Kommune. Hinzu kommen die Kosten für die Kennzeichen-Schilder selbst, die zwischen 20 und 30 Euro liegen. Eine eventuell erforderliche Haupt- und Abgasuntersuchung kostet zusätzlich rund 100 bis 150 Euro.

Versicherungskosten beim Saisonkennzeichen

Die Kfz-Versicherung beim Saisonkennzeichen wird nur für die Monate der Zulassung berechnet. Allerdings rechnen Versicherungen häufig mit einem Aufschlag: Statt beispielsweise 6 Monate werden 7 Monate berechnet (6 plus 1 Monat Aufschlag). Trotzdem sparen Fahrzeughalter im Vergleich zur ganzjährigen Versicherung deutlich. Bei einer Saison von April bis Oktober (7 Monate) zahlen Sie etwa 60% der Jahresprämie statt 100%. Die Versicherung muss während der gesamten Saison bestehen, sonst erlischt die Betriebserlaubnis.

Kfz-Steuer für Saisonkennzeichen

Die Kfz-Steuer bei Saisonkennzeichen wird ebenfalls nur anteilig für die Nutzungsmonate berechnet. Das Finanzamt zieht die Steuer automatisch per SEPA-Lastschrift ein. Bei einem Motorrad mit 500 ccm Hubraum und einer Saisonzulassung von 6 Monaten zahlen Sie beispielsweise statt 92 Euro nur etwa 46 Euro pro Jahr. Je kürzer die Saison, desto höher die Ersparnis. Ein wichtiger Vorteil: Die Steuer wird präzise nach Tagen berechnet, nicht pauschal nach Monaten.

Saisonkennzeichen: Von wann bis wann möglich

Ein Saisonkennzeichen kann für einen Zeitraum von mindestens zwei aufeinanderfolgenden Monaten und maximal elf Monaten pro Jahr beantragt werden. Die kürzeste mögliche Saison ist also beispielsweise Juni bis Juli, die längste Februar bis Dezember. Eine ganzjährige Zulassung (12 Monate) ist per Definition kein Saisonkennzeichen mehr, sondern eine reguläre Zulassung.

Beliebte Saisonkombinationen sind: 3-11 (März bis November) für Cabrios und Sportwagen, 4-10 (April bis Oktober) für Motorräder und Wohnmobile, sowie 5-9 (Mai bis September) für reine Sommerfahrzeuge. Die Wahl der Saison hängt von Ihren persönlichen Nutzungsgewohnheiten ab. Wer sein Motorrad bei mildem Wetter im März bereits nutzen möchte, wählt eine frühere Startzeit. Wichtig: Die einmal gewählte Saison gilt dauerhaft und wiederholt sich jährlich automatisch.

Sie können die Saison nachträglich verlängern oder verkürzen, müssen dafür aber zur Zulassungsstelle und neue Kennzeichen prägen lassen. Eine Änderung der Saison kostet erneut Zulassungsgebühren von etwa 30 Euro plus neue Schilder. Viele Fahrzeughalter überlegen daher genau, welche Saisonlänge optimal ist, um spätere Änderungen zu vermeiden.

Saisonkennzeichen außerhalb der Saison

Außerhalb des zugelassenen Zeitraums dürfen Sie Ihr Fahrzeug mit Saisonkennzeichen nicht im öffentlichen Verkehrsraum bewegen oder abstellen. Das bedeutet: Kein Fahren auf öffentlichen Straßen und kein Parken am Straßenrand, in öffentlichen Parkbuchten oder auf öffentlichen Parkplätzen. Verstöße werden mit Bußgeldern ab 50 Euro geahndet. Bei wiederholten Verstößen droht sogar die Stilllegung des Fahrzeugs.

Erlaubt ist das Abstellen auf privatem Grund: in der eigenen Garage, auf dem eigenen Grundstück, in gemieteten Garagen oder auf privaten Stellplätzen mit Erlaubnis des Eigentümers. Auch das Abstellen in gewerblichen Einlagerungshallen für Fahrzeuge ist zulässig. Wichtig: Selbst kurze Fahrten außerhalb der Saison, etwa zum Tanken oder zur Werkstatt, sind nicht gestattet. Für solche Fahrten benötigen Sie ein Kurzzeitkennzeichen oder müssen das Fahrzeug transportieren lassen.

Eine Sonderregelung gilt für Fahrten zur Hauptuntersuchung: Diese dürfen auch außerhalb der Saison durchgeführt werden, wenn der HU-Termin in den saisonfreien Zeitraum fällt. Sie müssen aber den direkten Weg zur Prüfstelle wählen und die Prüfbescheinigung mitführen. Für Probefahrten nach Reparaturen außerhalb der Saison gilt diese Regelung nicht.

Wie sieht ein Saisonkennzeichen aus

Ein Saisonkennzeichen ist optisch einem normalen Kfz-Kennzeichen sehr ähnlich, hat aber einen entscheidenden Unterschied: Am rechten Rand des Kennzeichens befindet sich ein zusätzlicher Bereich, der durch einen senkrechten Strich abgetrennt ist. In diesem Bereich stehen zwei Zahlen übereinander, jeweils zweistellig. Die obere Zahl gibt den Monat des Saisonbeginns an, die untere Zahl den Monat des Saisonendes.

Ein Kennzeichen mit der Aufschrift HD-AB 1234 [04 oben / 10 unten] bedeutet: Das Fahrzeug ist in Heidelberg zugelassen (HD), hat die Buchstaben-Zahlen-Kombination AB 1234 und darf vom 1. April bis 31. Oktober gefahren werden. Die Schrift ist schwarz auf weißem Grund, genau wie bei regulären Kennzeichen. Die Größe und Form entspricht den Standard-Maßen nach der Fahrzeug-Zulassungsverordnung.

Seit 2026 sind auch E-Kennzeichen als Saisonkennzeichen möglich. Elektrofahrzeuge können also die Kombination aus E-Kennzeichen und Saisonzulassung nutzen, um von den Vorteilen beider Systeme zu profitieren. Das E steht dann vor den Saisonangaben am rechten Rand des Kennzeichens.

Wann lohnt sich ein Saisonkennzeichen

Ein Saisonkennzeichen lohnt sich vor allem dann, wenn Sie Ihr Fahrzeug nachweislich nur während bestimmter Monate im Jahr nutzen. Die größte Ersparnis erzielen Sie bei kurzen Saisonzeiten von 2 bis 6 Monaten. Typische Nutzergruppen sind Motorradfahrer, die nur in den warmen Monaten fahren, Cabrio-Besitzer, Wohnmobil-Urlauber und Oldtimer-Liebhaber.

Rechenbeispiel für die Ersparnis

Bei einem Motorrad mit 6 Monaten Saison (April bis September) sparen Sie etwa 40-50% der jährlichen Kosten. Beispielrechnung: Ganzjährige Versicherung 400 Euro, ganzjährige Steuer 92 Euro, Summe 492 Euro. Mit Saisonkennzeichen: Versicherung etwa 280 Euro (7 Monate mit Aufschlag), Steuer 46 Euro, Summe 326 Euro. Ersparnis: 166 Euro pro Jahr. Bei Fahrzeugen mit höheren Versicherungsprämien fällt die Ersparnis noch deutlicher aus.

Wann sich ein Saisonkennzeichen nicht lohnt

Nicht sinnvoll ist ein Saisonkennzeichen, wenn Sie Ihr Fahrzeug spontan auch außerhalb der Saison nutzen möchten. Wer bei schönem Wetter im Februar eine Motorradtour machen will, kann dies mit Saisonkennzeichen nicht legal tun. Auch bei sehr langen Saisonzeiten von 10 oder 11 Monaten ist die Ersparnis gering und der Aufwand möglicherweise nicht gerechtfertigt. In diesen Fällen ist eine ganzjährige Zulassung oft praktischer.

Saisonkennzeichen für Motorrad

Das Saisonkennzeichen für Motorräder ist die häufigste Anwendung dieser Zulassungsart in Deutschland. Etwa 60% aller Saisonkennzeichen werden für Krafträder ausgestellt. Die typische Saison für Motorräder liegt zwischen März/April und Oktober/November, je nach Region und Wetterverhältnissen. In Süddeutschland wählen viele Fahrer die Saison 3-11, in Norddeutschland eher 4-10.

Die Vorteile für Motorradfahrer sind erheblich: Neben der Kostenersparnis entfällt die jährliche An- und Abmeldung. Das Motorrad muss nicht versichert werden, während es in der Garage steht. Die Versicherungsprämien für Motorräder sind oft hoch, sodass die Ersparnis bei einem 6-Monats-Kennzeichen zwischen 150 und 400 Euro pro Jahr liegen kann. Bei mehreren Motorrädern im Haushalt multipliziert sich dieser Vorteil entsprechend.

Wichtig für Motorradfahrer: Planen Sie Ihre Saison realistisch. Wer im Herbst gerne noch bis in den November fährt, sollte die Saison nicht zu früh enden lassen. Eine nachträgliche Verlängerung ist zwar möglich, kostet aber zusätzliche Gebühren. Viele erfahrene Motorradfahrer wählen eine Saison, die einen Puffermonat am Anfang und Ende einschließt.

Saisonkennzeichen für Wohnmobil und Wohnwagen

Auch für Wohnmobile und Wohnwagen ist das Saisonkennzeichen eine beliebte Option. Viele Camper nutzen ihr Fahrzeug hauptsächlich in den Sommermonaten und während der Urlaubszeit. Eine typische Saison für Wohnmobile ist April bis Oktober oder Mai bis September. Bei größeren Wohnmobilen mit hoher Kfz-Steuer und Versicherung kann die jährliche Ersparnis mehrere hundert Euro betragen.

Besonderheit bei Wohnmobilen: Die Kfz-Steuer richtet sich nach dem zulässigen Gesamtgewicht und der Schadstoffklasse. Ein 3,5-Tonnen-Wohnmobil mit Euro-6-Norm zahlt ganzjährig etwa 240 Euro Steuer. Mit einer 6-monatigen Saison reduziert sich dies auf etwa 120 Euro. Die Versicherung für Wohnmobile ist ebenfalls überdurchschnittlich teuer, sodass die prozentuale Ersparnis besonders spürbar ist.

Viele Wohnmobil-Besitzer kombinieren das Saisonkennzeichen mit Winterlagerung. Das Fahrzeug wird außerhalb der Saison auf einem spezialisierten Stellplatz oder in einer Halle untergebracht, was zusätzlich die Lebensdauer erhöht und vor Witterungseinflüssen schützt. Diese Kombination ist wirtschaftlich besonders sinnvoll.

Saisonkennzeichen für E-Fahrzeuge und Oldtimer

Seit 2026 erfreut sich das Saisonkennzeichen für Elektrofahrzeuge zunehmender Beliebtheit. Viele Besitzer von elektrischen Cabrios oder Sportwagen nutzen diese nur in den Sommermonaten. Die Kombination von E-Kennzeichen und Saisonzulassung ermöglicht es, von reduzierten Parkgebühren und anderen Privilegien für Elektrofahrzeuge zu profitieren, während gleichzeitig Versicherungs- und Steuerkosten gespart werden. Allerdings ist die Kfz-Steuer für reine Elektrofahrzeuge bis 2030 ohnehin befreit.

Für Oldtimer mit H-Kennzeichen ist ein Saisonkennzeichen ebenfalls möglich. Viele klassische Fahrzeuge werden ausschließlich bei schönem Wetter und zu besonderen Anlässen bewegt. Ein Oldtimer mit H-Kennzeichen und Saisonzulassung kombiniert die Vorteile beider Systeme: die pauschale Steuer von 191 Euro pro Jahr wird anteilig berechnet, und die oft teure Oldtimer-Versicherung fällt nur für die Nutzungsmonate an.

Wichtig bei Oldtimern: Das Fahrzeug muss die Voraussetzungen für ein H-Kennzeichen erfüllen (mindestens 30 Jahre alt, guter Erhaltungszustand, überwiegend Originalteile). Die Kombination H-Kennzeichen und Saison ist seit 2007 möglich und wird von etwa 15% aller Oldtimer-Besitzer in Deutschland genutzt, Tendenz steigend.

Saisonkennzeichen verlängern oder ändern

Eine Verlängerung oder Änderung der Saison ist jederzeit möglich, erfordert aber einen erneuten Behördengang zur Zulassungsstelle. Sie müssen neue Kennzeichen prägen lassen, da sich die Monatsangaben ändern. Die Kosten für die Änderung betragen etwa 30 Euro Verwaltungsgebühr plus 20-30 Euro für neue Kennzeichen-Schilder. Auch eine neue eVB-Nummer der Versicherung ist erforderlich, da sich der Versicherungszeitraum ändert.

Die Verlängerung der Saison nach vorne oder hinten ist unterschiedlich aufwendig: Eine Verlängerung am Ende der Saison (z.B. von 4-9 auf 4-10) ist relativ unkompliziert. Die Versicherung passt den Vertrag an, und Sie zahlen anteilig mehr. Eine Verlängerung am Anfang (z.B. von 4-9 auf 3-9) kann komplizierter sein, wenn die neue Saison bereits begonnen hat. In diesem Fall müssen Sie warten, bis die aktuelle Saison endet, oder das Fahrzeug kurzzeitig abmelden.

Tipp: Überlegen Sie bei der Erstzulassung mit Saisonkennzeichen genau, welche Monate Sie tatsächlich benötigen. Eine spätere Änderung ist zwar möglich, verursacht aber zusätzliche Kosten. Viele Fahrzeughalter wählen bewusst eine etwas längere Saison als minimal nötig, um flexibel zu bleiben. Der Mehraufwand von einem Monat ist finanziell oft geringer als spätere Änderungskosten.

Versicherung bei Saisonkennzeichen

Die Versicherung bei Saisonkennzeichen unterscheidet sich grundlegend von der ganzjährigen Versicherung. Versicherungspflichtig sind Sie nur während der eingetragenen Saison. Allerdings rechnen die meisten Versicherungen mit einem Aufschlagmonat: Bei einer 6-monatigen Saison werden etwa 7 Monate berechnet. Dieser Aufschlag deckt statistische Mehrrisiken und Verwaltungsaufwand ab.

Wichtig: Die Schadenfreiheitsklasse entwickelt sich bei Saisonkennzeichen langsamer als bei ganzjähriger Versicherung. Pro Jahr wird oft nur ein halbes oder dreiviertel Jahr schadenfreie Zeit angerechnet, abhängig von der Länge der Saison. Wenn Sie beispielsweise 6 Monate versichert sind, steigen Sie nach zwei Jahren nur um eine Schadenfreiheitsklasse auf statt nach einem Jahr bei ganzjähriger Versicherung.

Die Beitragsersparnis ist dennoch erheblich: Bei einer Saison von April bis Oktober zahlen Sie etwa 60-65% der Jahresprämie. Für ein Motorrad mit einer ganzjährigen Prämie von 500 Euro bedeutet dies eine Saison-Prämie von etwa 300-325 Euro. Die Ersparnis von 175-200 Euro jährlich summiert sich über die Jahre erheblich. Viele Versicherungen bieten spezielle Saisonkennzeichen-Tarife an, die auf diese Nutzung optimiert sind.

Saisonkennzeichen beantragen: Schritt für Schritt

Um ein Saisonkennzeichen zu beantragen, benötigen Sie folgende Unterlagen: gültigen Personalausweis oder Reisepass mit Meldebestätigung, Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I), Fahrzeugbrief (Zulassungsbescheinigung Teil II), eVB-Nummer der Versicherung, SEPA-Lastschriftmandat für die Kfz-Steuer, bei Gebrauchtfahrzeugen die gültige HU-Bescheinigung (nicht älter als 2 Monate), bei Neufahrzeugen die Herstellerbescheinigung und Übereinstimmungsbescheinigung.

Der Ablauf bei der Zulassungsstelle: Sie geben alle Unterlagen ab und füllen einen Antrag auf Zulassung mit Saisonkennzeichen aus. Dort geben Sie den gewünschten Zeitraum an (z.B. 04 bis 10). Die Behörde prüft die Unterlagen, berechnet die Gebühren und stellt die Zulassungsbescheinigung aus. Sie erhalten einen Stempel für die Kennzeichen-Schilder und können diese anschließend bei einem Schildermacher prägen lassen.

Seit 2026 ist in vielen Kommunen auch die Online-Zulassung mit Saisonkennzeichen möglich. Voraussetzung ist ein Personalausweis mit Online-Funktion und ein Kartenlesegerät. Der Vorteil: Sie können die Zulassung bequem von zu Hause durchführen. Die Kennzeichen-Schilder werden per Post zugeschickt oder Sie holen sie bei einem autorisierten Schilderdienst ab. Die Online-Zulassung spart Zeit und ist besonders praktisch bei Verlängerungen oder Adressänderungen.

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Was Sie über was ist ein saisonkennzeichen wissen müssen

Wie lange kann ich mit einem Saisonkennzeichen fahren?

Mit einem Saisonkennzeichen können Sie mindestens 2 und maximal 11 aufeinanderfolgende Monate pro Jahr fahren. Die genaue Dauer wählen Sie bei der Zulassung selbst. Beliebte Zeiträume sind 6 Monate (April bis September) für Motorräder oder 7-8 Monate (März bis Oktober) für Cabrios. Die einmal festgelegte Saison wiederholt sich automatisch jedes Jahr. Außerhalb des gewählten Zeitraums darf das Fahrzeug nicht im öffentlichen Verkehrsraum bewegt oder abgestellt werden.

Ist die Kfz-Steuer bei Saisonkennzeichen günstiger?

Ja, die Kfz-Steuer wird bei einem Saisonkennzeichen nur anteilig für die Nutzungsmonate berechnet. Bei einer 6-monatigen Saison zahlen Sie beispielsweise nur 50% der Jahressteuer. Die Berechnung erfolgt taggenau durch das Finanzamt. Bei einem Motorrad mit 92 Euro Jahressteuer zahlen Sie bei 6 Monaten Saison nur 46 Euro. Je kürzer die gewählte Saison, desto höher die Steuerersparnis. Die Steuer wird automatisch per SEPA-Lastschrift eingezogen.

Kann ich ein Saisonkennzeichen außerhalb der Saison anmelden?

Ja, die Anmeldung eines Saisonkennzeichens ist auch außerhalb der eingetragenen Saison möglich. Sie können beispielsweise im Dezember ein Kennzeichen mit der Saison April bis Oktober beantragen. Das Fahrzeug erhält die Zulassung, darf aber erst ab Beginn der Saison (in diesem Beispiel ab 1. April) im öffentlichen Verkehr genutzt werden. Diese Option ist praktisch, um lange Wartezeiten bei der Zulassungsstelle im Frühjahr zu vermeiden. Die Versicherung und Steuer wird erst ab Saisonbeginn fällig.

Was passiert, wenn ich mit Saisonkennzeichen außerhalb der Saison fahre?

Das Fahren mit einem Saisonkennzeichen außerhalb der zugelassenen Saison ist eine Ordnungswidrigkeit und wird mit einem Bußgeld ab 50 Euro geahndet. Zusätzlich erlischt der Versicherungsschutz, sodass Sie im Schadensfall persönlich haften. Bei wiederholten Verstößen kann die Zulassungsbehörde das Fahrzeug stilllegen. Auch das Abstellen auf öffentlichen Straßen oder Parkplätzen außerhalb der Saison ist verboten und wird mit Bußgeldern geahndet. Erlaubt ist nur das Abstellen auf privatem Grund wie Garage oder eigenem Grundstück.

Lohnt sich ein Saisonkennzeichen finanziell wirklich?

Ein Saisonkennzeichen lohnt sich finanziell besonders bei kurzen Saisonzeiten von 2-6 Monaten. Die Ersparnis bei Versicherung und Steuer beträgt je nach Fahrzeug und Saison zwischen 150 und 500 Euro pro Jahr. Bei einem Motorrad mit 6 Monaten Saison liegt die durchschnittliche Ersparnis bei etwa 200-250 Euro jährlich. Je teurer die ganzjährige Versicherung und je höher die Kfz-Steuer, desto größer der finanzielle Vorteil. Bei Fahrzeugen, die Sie spontan auch außerhalb fester Monate nutzen möchten, überwiegen möglicherweise die Nachteile.

Kann ich mehrere Fahrzeuge mit Saisonkennzeichen haben?

Ja, Sie können beliebig viele Fahrzeuge mit Saisonkennzeichen gleichzeitig zulassen. Dies ist besonders bei Motorrad-Sammlern oder Fahrzeug-Enthusiasten beliebt. Wichtig ist, dass für jedes Fahrzeug eine separate Versicherung und Zulassung besteht. Sie können die Saisonzeiten verschiedener Fahrzeuge auch überlappend oder versetzt wählen. Beispiel: Ein Cabrio mit Saison April bis Oktober, ein Motorrad mit Saison März bis September. Viele Versicherungen bieten Mengenrabatte für mehrere Fahrzeuge an, was die Gesamtkosten zusätzlich reduziert.

Aspekt Wichtige Details Ihr Vorteil
Nutzungsdauer 2-11 aufeinanderfolgende Monate pro Jahr frei wählbar Flexible Anpassung an persönliche Nutzungsgewohnheiten
Versicherungskosten Nur für Nutzungsmonate plus ca. 1 Monat Aufschlag Ersparnis von 40-50% gegenüber Ganzjahresversicherung
Kfz-Steuer Taggenau anteilige Berechnung der Jahressteuer Bei 6 Monaten Saison 50% Steuerersparnis
Zulassungskosten 30-50 Euro Behördengebühr, 20-30 Euro Kennzeichen Einmalige Investition, danach automatische Verlängerung
Außerhalb Saison Keine Nutzung im öffentlichen Raum erlaubt Abstellen auf privatem Grund problemlos möglich
Beliebte Fahrzeugtypen Motorräder, Cabrios, Wohnmobile, Oldtimer, Sportwagen Ideal für saisonale Freizeitfahrzeuge
Gesamtersparnis pro Jahr Je nach Fahrzeug 150-500 Euro bei 6 Monaten Saison Über 10 Jahre bis zu 5.000 Euro Kostenreduktion möglich

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